Don´t call it Online-Shop
(Deutsch: Nenn mich nicht Internet-Händler)

Achtung - das Lesen dieser Seite gefährdet evtl. Ihre gute Laune!

"Liebe Nele-Sophie, die du dich schon als Kind vor dem Süßigkeitenregal laut plärrend auf den Boden geschmissen hast, wenn deinen überforderten Eltern versehentlich das Wort "Nein" über die Lippen gerutscht ist. Die du dir auch heute in Online-Shops immer gleich 3 Paar Schuhe bestellst. Wohlwissend, dass du mindestens 2 Paar davon ohnehin wieder zurückschicken wirst ... weil´s ja nix kostet."

"Lieber Christopher-Tobias, der du deine Rechte aus WISO kennst, die Nummer vom örtlichen Verbraucherschutzverein ganz oben in deiner Anrufliste hast und meinst, dass jeder Handwerker und jeder Händler sowieso erstmal ein potentieller Gauner ist, dem man mit größter Vorsicht und dem Gesetzbuch in der Hand begegnen sollte... gleichzeitig aber billige Preise bei dir regelmäßig Gier und Schnappatmung verursachen."

Das hier ist kein Online-Shop! Das hier ist nix für Euch!

Was ich damit sagen möchte? Ganz einfach: Sie werden sich hier von ein paar lieb gewonnen Gewohnheiten, wie sie normale Online-Shops bieten, verabschieden müssen. Dafür gibt es handfeste Gründe und es liegt nun an Ihnen, ob Sie weiterlesen oder die Seite lieber verlassen möchten.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich möchte an dieser Stelle weder die Errungenschaft und Bequemlichkeit einer Online-Bestellung in Frage stellen und schon gar nicht den Verbraucherschutz abschaffen. Ganz im Gegenteil. Vielmehr möchte ich Sie zum Nachdenken darüber anregen, ob es wirklich sinnvoll ist, dass 90% der Internetnutzer für "Leistungen" zahlen, die nur 10% tatsächlich in Anspruch nehmen. Das möchte ich an ein paar einfachen Beispiel verdeutlichen.

Werbung

Als aufmerksamer Internetnutzer kennen Sie das: Sie informieren sich heute Abend im Netz über einen Kaminofen und wenn Sie morgen Abend mit dem gleichen Rechner z.B. Ihr Email-Programm öffnen, finden Sie auf der Startseite Werbeanzeigen - und zwar ausgerechnet für Kaminöfen. Zauberei? Zufall? Keineswegs! Sie haben bei Ihrer Suche im Netz schlichtweg "Spuren" hinterlassen und diese Spuren nutzen einige Online-Shops, um Sie ganz dezent an Ihr Bedürfnis, doch einen Kaminofen zu kaufen, zu erinnern. Und natürlich kostet diese Werbung Geld. Nicht Ihr Geld. Zumindest noch nicht. Aber das des Werbenden, der mit jeder Online-Werbung um ein paar Cent ärmer wird.

Ähnlich verhält es sich, wenn Sie nur die Suchmaschine Ihres Vertrauens nutzen. Da erscheinen dann Suchergebnisse mit dem dezenten Hinweis "Anzeige" oder "Shopping" ganz oben, noch oberhalb der normalen Suchergebnisse. Oder auch mal an der Seite oder ganz unten. Egal wo, mit jedem Klick auf eine solche Anzeige erleichtern Sie den Shop-Betreiber um einige Cent oder bei wertvollen Suchbegriffen wie z.B. Brunner BSK 02 auch mal um einen ganzen Euro.

Nutzt man als durchschnittlicher Online-Shop für Kamine und Öfen diese Möglichkeiten der Werbung, darf man dafür jeden Monat gerne ein vierstelliges Budget einplanen. Große Online-Shops investieren da auch gerne fünfstellige Summen - monatlich! Überflüssig zu erwähnen, dass jeder Käufer diese Werbung anteilig mitfinanzieren muss.

Mein Werbebudget beträgt exakt 0 (in Worten: Null) Euro. Wenn Sie also bei mir einen Kamin oder Ofen bestellen, dann zahlen Sie das Gerät und meinen Service. Sonst nix. Und keinesfalls dafür, dass sich wildfremde Leute aus Spaß oder Langeweile durch irgendwelche Werbeanzeigen geklickt haben.

Bewertungen

Auch das kennen Sie: Die Sterne-Bewertung im Netz, oft versehen mit dem seriösen Logo eines externen und vermeintlich neutralen Bewertungssystems. Hilfreich? Mag sein, bei Hotels, Autovermietungen oder weiß ich was. Aber für Kamine und Öfen? Stellen wir uns doch mal folgende Frage: Wie kann es sein, dass ein Online-Shop, der seit weniger als 10 Jahren Geräte verkauft, schon zigtausend positive Bewertungen hat? Verkaufen die tatsächlich tausende Geräte im Jahr? Keineswegs. Da werden halt auch Kleinteile Rauchrohre und Ascheroste angeboten. Und natürlich ist es keine große Kunst, einen Ascherost halbwegs zügig und unbeschadet zu versenden. Ja, auch so sammelt man Unmengen positiver Bewertungen. Nur dem Käufer, der sich einen hochwertigen Systemkamin anschaffen möchte, hilft diese Bewertung wenig.

Auf die grundsätzliche Fragwürdigkeit solcher Bewertungssysteme sei hier nur am Rande eingegangen: Jemand verdient damit Geld, das er einem Shop dieses externe Bewertungssystem zur Verfügung stellt. Kostenpunkt: Je nach Umfang mehrere hundert Euro pro Jahr! Um es mal ganz vorsichtig zu formulieren: Man könnte doch zumindest auf die Idee kommen, dass sich ein Bewertungssystem besser verkauft, wenn der Shop-Betreiber gewisse Möglichkeiten der "Anpassung" hat ...

Wie auch immer - auch hier wird Geld für einen weitgehend sinnlosen Service verbraten, nur damit sich der Verbraucher in einer vermeintlichen Sicherheit wähnt - und mit seinem Gerät auch gleich diese Sinnlosigkeit mitfinanziert.

Es gibt bei mir kein externes Bewertungssystem. Manchmal schicken mir Kunden einen netten Kommentar und ein Bild dazu. Das sind meine Referenzen, die sind echt und das muss reichen. Kostet Sie und mich dafür keinen Cent extra. Wem das zur Vertrauensbildung nicht reicht, darf mich gerne anrufen, mir Fragen stellen oder eine persönliche Beratung buchen.

Bezahlsysteme

Prima sowas. Ein Klick und die Überweisung ist getätigt, verbunden mit der Sicherheit, dass man im Zweifelsfall das Geld zurückholen kann. Ohne den Namen PayP... zu nennen, wissen wir alle, was gemeint ist und schätzen diese Art der Bezahlung. Ist aber eben auch nicht kostenlos. Auf den ersten Blick natürlich schon. Der Shop-Betreiber zahlt aber natürlich einen kleinen Prozentsatz an den externen Dienstleister. Bei einem Paar Turnschuhen sind das wenige Euro, bei einem Kaminofen oder gar einem hochwertigen Systemkamin können das auch mal über 100 Euro sein. Und da auch der Online-Shop das alles nicht aus reiner Nächstenliebe anbietet, wird er das wohl im Kaufpreis schon irgendwie mit einkalkuliert haben, oder?

Kauf auf Rechnung? Ja, auch toll... Der Händler wird dabei halt einkalkulieren müssen, dass er in rund 5 - 10% der Bestellungen einen Zahlungsausfall zu verzeichnen hat. Den die anständigen Zahler irgendwie ausgleichen müssen - gerecht ist was anderes...

Nein, diese Art der Bezahlung gibt´s hier alle nicht. Bei mir gibt´s nur Überweisung oder Barzahlung, ganz altmodisch. Weil ich aber Verständnis dafür habe, dass mir ein wildfremder Mensch nicht einfach eine Anzahlung oder Vorab-Überweisung anvertrauen möchte, hinterlege ich ca. alle 6 Monate eine internationale Bankauskunft meiner Hausbank unter Zahlungsweise als PDF zum Download. Völlig kostenlos und für jeden Besucher frei zugänglich.

Kostenlose Rücksendung

Ja, es gibt tatsächlich Online-Shops für Kamine und Öfen, die mit der kostenlosen Rücksendung werben. Nun gut, jeder wie er meint. Fakt ist, dass das dann auch von rund 10 - 20 % der Kunden genutzt wird. Darüber, in welchem Zustand die Geräte dann zurückkommen, mit welchen Kosten das für den Händler verbunden ist und wie solche Geräte, teilweise mehrfach durch die Republik gekarrt und zwischengelagert, dem nächsten ahnungslosen Kunden - juristisch übrigens völlig einwandfrei - als neues Gerät verkauft werden... darüber könnte man Bücher füllen.

Auch hier ist eines jedenfalls klar: Die Zeche für diesen vermeintlichen Kundenservice zahlen letztlich die 80 oder 90% derer, die sich ein Gerät wohl überlegt bestellen und es danach auch behalten möchten.

Wenn Sie auf kostenlose Rücksendung Wert legen, klicken Sie bitte ganz schnell weiter. Sowas gibt´s hier nämlich auch nicht und wird es auch nie geben. Ich kann und will das im Einzelfall auch bei mir gegebene gesetzliche Widerrufsrecht nicht in Frage stellen. Und wir sprechen hier auch nicht über den Umtausch eines Gerätes, wenn es im Rahmen der Garantie oder Gewährleistung notwendig ist. Aber wenn ich ein einwandfreies, pünktlich und ordnungsgemäß geliefertes Gerät zurückholen soll, nur weil der schwarze Ofenlack nun doch nicht zur Ledercouch passt... dann wird der Rücktransport ganz sicher nicht kostenlos erfolgen.

Forum

Wohl kaum eine andere Art der Kundengewinnung funktioniert ähnlich hinterfotzig und gleichzeitig so effektiv wie ein Internet-Forum. Warum ist das so? Die Kurzversion: Foren im Netz werden von Suchmaschinen gerne gesehen und oben in den Suchergebnissen platziert. Das wünscht sich natürlich auch jeder Betreiber eines Online-Shops. Also liegt es nahe, sich selber ein Forum zu basteln und darin gleichzeitig auch noch gezielt die Informationen zu verbreiten, die man gerne haben möchte. Ganz subtil natürlich, mit "echten" Usern, die von unglaublich tollen Geräten und Erfahrungen berichten. Ganz nebenbei sorgen die Besucher, die darin ebenfalls ihr gesundes Halbwissen hinterlassen, auch noch dafür, dass das Forum noch mehr Lesestoff bietet und von der Suchmaschine noch mehr geliebt wird. der ahnungslose User wird damit zum billigen Marketing-Mitarbeiter des Online-Shops. Und wenn mal eine Usermeinung so gar nicht ins Konzept passt, hat man ja immer noch den Button "Löschen". Natürlich bekommt das Forum eine andere Optik als der Shop, damit es nicht gleich auffällt. Genial, die Sache.

Natürlich verursacht so ein Forum auch Kosten. Anständig gepflegt und von einem Administrator betreut, ist das ein Fulltime-Job. Ich kenne niemanden, der sich sowas ohne Hintergedanken an´s Bein bindet. In irgendeiner Form muss die Sache refinanziert werden. Sei es durch Werbung (siehe oben) oder eben durch Verkäufe im Shop.

Hinzu kommt, dass wohl nirgendwo so viel Unfug verbreitet wird, wie in Foren. Wenn Sie beispielsweise nach der allseits bekannten Problematik verrußender Kaminscheiben suchen, können Sie Nächte damit verbringen, sich durch unzählige Foren zu lesen und Sie werden merken, dass jeder Hersteller mal durch den Kakao gezogen wird und immer einer oder mehrere Fachleute die Ursache kennen und ein viel besseres Gerät empfehlen können. Völlig uneigennützig - natürlich.

Tatsache ist: Wenn bei einem Kaminofen oder Kamineinsatz jüngerer Bauart die Scheibe verrußt, dann ist nie (niemals, nie und nimmer!!!) das Gerät Schuld. Erstens ist die Scheibenhinterlüftung eine derart simple Technik, dass sie mittlerweile von jedem Markenhersteller blind beherrscht wird und zweitens muss jeder moderne Kamineinsatz auf einem Prüfstand bewiesen haben, dass er sauber verbrennt. Tut er das nicht, liegt die Ursache nie (und zwar wirklich nie) am Gerät. Die Ursachen können vom Bedienfehler bis hin zum falschem Schornsteinunterdruck aber so vielfältig sein, dass sie sich kaum per Ferndiagnose im Internetforum feststellen lassen. Diesbezügliche Erfolgsmeldungen darf man getrost unter der Rubrik Zufallstreffer verbuchen. Ähnlich drastisch verhält es sich bei wasserführenden Geräten. Hier wird blind nach Leistungsangabe gekauft, oft völlig untauglich in die übrige Heizungsanlage integriert und dann im Forum lamentiert, wenn´s nicht funktioniert.

Sie ahnen es bereits - ein Forum gibt´s hier also auch nicht. Stattdessen biete ich Ihnen auf Wunsch eine ebenso faire wie fachkundige persönliche Beratung an und bin felsenfest davon überzeugt, dass Sie danach kein Forum mehr brauchen.

Versand

Das Thema OFEN-TAXI wird an anderer Stelle schon ausführlich behandelt, daher hier nur die Kurzversion: Ja, das ist mal etwas, was sonst kein Online-Shop zu bieten hat. Und natürlich verursacht dieser Service enorme Kosten. Im Jahr 2017 waren es ziemlich genau 50.000 Euro, meine Stunden am Steuer ausdrücklich nicht(!) mit eingerechnet. Pro geliefertem Gerät also in etwa 200 Euro und damit ungefähr das, was ich mit dem Verzicht auf die oben genannten Punkte wie Werbung, Bewertungssysteme, Bezahlsysteme usw. pro Gerät einspare. Aber es ist mir die Sache Wert. Keine Transportschäden, glückliche Kunden und eine gute Zusammenarbeit mit den Herstellern, die diesen Service ebenfalls schätzen, wie am Beispiel Brunner deutlich wird.

Es liegt nun an Ihnen, was Sie höher bewerten. Ihren gewohnten Umgang mit Online-Shops oder das gute Gefühl, bei einer wichtigen Anschaffung persönlich, mit Leidenschaft und Fachkenntnis bedient zu werden.

"Liebe Kunden,

für Sie gebe ich alles. Bin täglich 14 Stunden erreichbar, lege im Jahr über 120.000 km im OFEN-TAXI zurück, halte diese Homepage so gut es geht auf dem neuesten Stand, besuche Technik-Schulungen, verhandele mit Großhändlern, kümmere mich um Reparaturen und Ersatzteile... kurzum - alles was Sie hier sehen, ist eine reine One-Man-Show (Deutsch: Ich mach´s ganz alleine).

Dafür erwarte ich weder Reichtum noch Ruhm und Ehre. Aber ich gönne mir den Luxus, nicht jeden Blödsinn mitzumachen, der von einem Online-Shop erwartet wird. Wenn ich dafür auf die eingangs erwähnten Nele-Sophie, Christopher-Tobias und Co. verzichten muss, dann ist das ein Verlust, mit dem ich leben kann.

Meine Kunden sind Macher, die wissen, was sie können und wollen. Und falls nicht, sich auch nicht zu schade oder zu geizig sind, im Rahmen einer persönlichen Beratung einmal Rat und Hilfe anzunehmen.

Meine Kunden sind gestandene Handwerker, Kaufleute, Arbeiter oder Angestellte, die selber so eingespannt sind, dass eine Bestellung möglichst unkompliziert sein soll und dabei auch das gesprochene Wort noch etwas gelten muss.

Meine Kunden legen ebenso wie ich nur Wert auf das, worauf es wirklich ankommt. Fachkompetenz, Zuverlässigkeit, klare Aussagen und natürlich eine faire Preisgestaltung.

Erwarten Sie hier also genau das - nicht mehr und nicht weniger!"

Ihr Steffen Hopp

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