Don´t call it Online-Shop
(Deutsch: Nenn mich nicht Internet-Händler)

Achtung - das Lesen dieser Seite gefährdet Ihr Bild vom Online-Handel und evtl. sogar Ihre gute Laune!

"Liebe Nele-Sophie, die du dich schon als Kind vor dem Süßigkeitenregal laut plärrend auf den Boden geschmissen hast, wenn deinen überforderten Eltern versehentlich das Wort "Nein" über die Lippen gerutscht ist. Die du dir auch heute in Online-Shops immer gleich 3 Paar Schuhe bestellst. Wohlwissend, dass du mindestens 2 Paar davon ohnehin wieder zurückschicken wirst ... weil´s ja nix kostet."

"Lieber Christopher-Tobias, der du deine Rechte aus WISO kennst, die Nummer vom örtlichen Verbraucherschutzverein ganz oben in deiner Anrufliste hast und meinst, dass jeder Handwerker und jeder Händler sowieso erstmal ein potentieller Gauner ist, dem man mit größter Vorsicht und dem Gesetzbuch in der Hand begegnen sollte... gleichzeitig aber die billigsten Angebote und Schnäppchen bei dir regelmäßig Gier und Schnappatmung verursachen."

Das hier ist kein Online-Shop! Das hier ist nix für Euch!

Was ich damit sagen möchte? Ganz einfach: Sie werden hier möglicherweise ein paar Dinge vermissen, an die Sie sich im Laufe der Zeit im Online-Handel gewöhnt haben. Einige davon sind einfach nur nervig und Sie werden positiv zur Kenntnis nehmen, dass es sowas hier nicht gibt. Bei anderen Dingen fragen Sie sich vielleicht, warum ich diese vermeintlichen Bequemlichkeiten nicht anbiete. Genau um diese Fragen zu beantworten, dafür gibt es diese Zeilen.

Vorab, damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich möchte an dieser Stelle weder die Errungenschaft und den Komfort einer Online-Bestellung in Frage stellen und schon gar nicht den Verbraucherschutz abschaffen. Ganz im Gegenteil. Vielmehr möchte ich Sie zum Nachdenken darüber anregen, ob man als Verbraucher und Online-Händler wirklich jeden Unfug mitmachen soll, nur weil es Ihn gibt.


Remarketing-Cookies

Als aufmerksamer Internetnutzer kennen Sie das: Sie informieren sich heute Abend im Netz über einen Kaminofen und wenn Sie morgen Abend mit dem gleichen Rechner z.B. Ihr Email-Programm öffnen, finden Sie auf der Startseite Werbeanzeigen - und zwar ausgerechnet für Kaminöfen. Zauberei? Zufall? Keineswegs! Sie haben bei Ihren Recherchen im Netz schlichtweg "Spuren" hinterlassen. Genauer gesagt hat zumindest einer der Shops, den Sie am Vorabend besucht haben, so genannte „Remarketing-Cookies“ gesetzt. Nur um Sie danach gezielt und immer wieder, manchmal wochen- und monatelang, an Ihr Vorhaben zu erinnern, doch einen Kaminofen zu kaufen.

Im nächsten Schritt lassen sich über solche Cookies natürlich auch gezielt Informationen bündeln und verarbeiten, die Aufschluss über Ihre Lebensverhältnisse geben können.

„Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber mir persönlich geht diese Art Werbung auf den Zeiger und der Umfang, in dem heute im Netz Nutzerdaten gesammelt und verarbeitet werden, gibt mir zumindest zu denken. Aus diesem Grund setzt meine Seite garantiert keine Remarketing-Cookies. Sie können hier also so lange surfen wie Sie möchten, ohne dafür in nächster Zeit von mir mit Werbung belästigt zu werden.“


Werbeanzeigen und Bannerwerbung

Wenn Sie die Suchmaschine Ihres Vertrauens nutzen und dabei z.B. „Brunner BSK 02“ eingeben, dann erscheinen meist oberhalb und unterhalb der „normalen“ Suchergebnisse auch Einträge, die mit „Anzeige“ oder „Shopping“ gekennzeichnet sind. Egal wo - mit jedem Klick auf eine solche Anzeige erleichtern Sie den Werbenden, meist also Online-Händler, um einige Cent oder bei „wertvollen“ Suchbegriffen auch mal um einen ganzen Euro oder mehr.

Ähnlich verhält es sich mit den Werbebannern, die Ihnen wegen der weiter oben beschriebenen Cookies immer wieder angezeigt werden. Denn natürlich lassen sich Portale, die fremde Werbebanner einbinden, vom jeweils werbenden Shop-Betreiber dafür bezahlen. Entweder je Einblendung oder je Klick oder beides…

Nutzt man als durchschnittlicher Online-Shop für Kamine und Öfen diese Möglichkeiten der Werbung, darf man dafür jeden Monat gerne ein vierstelliges Budget einplanen. Große Online-Shops investieren da auch gerne fünfstellige Summen - monatlich! Überflüssig zu erwähnen, dass jeder Käufer diese Werbung anteilig mitfinanzieren muss.

„Mein Werbebudget dahingehend beträgt exakt 0 (in Worten: Null) Euro. Weder investiere ich auch nur einen Cent in Online-Werbeanzeigen, noch finanziere ich meine Homepage, indem ich dort Werbebanner anderer Unternehmen einblende. Wenn Sie also bei mir einen Kamin oder Ofen bestellen, dann zahlen Sie das Gerät und meinen Service. Sonst nix. Und keinesfalls dafür, dass sich wildfremde Leute aus Spaß oder Langeweile durch irgendwelche Werbeanzeigen geklickt haben.“


Bewertungen

Auch das kennen Sie: Die Sterne-Bewertung im Netz, oft versehen mit dem seriösen Logo eines externen und vermeintlich neutralen Bewertungssystems. Hilfreich? Mag sein, bei Hotels, Autovermietungen oder weiß ich was. Aber für Kamine und Öfen? Stellen wir uns doch mal folgende Frage: Wie kann es sein, dass ein Online-Shop, der seit weniger als 10 Jahren Geräte verkauft, schon zigtausend positive Bewertungen hat? Verkaufen die tatsächlich tausende Geräte im Jahr? Keineswegs. Da werden halt auch Kleinteile, Rauchrohre und Ascheroste angeboten. Und natürlich ist es keine große Kunst, einen Ascherost halbwegs zügig und unbeschadet zu versenden. Ja, auch so sammelt man Unmengen positiver Bewertungen. Nur dem Käufer, der sich einen hochwertigen Systemkamin anschaffen möchte, hilft diese Bewertung wenig.

Auf die grundsätzliche Fragwürdigkeit solcher Bewertungssysteme sei hier nur am Rande eingegangen: Jemand verdient damit Geld, das er einem Shop dieses externe Bewertungssystem zur Verfügung stellt. Kostenpunkt: Je nach Umfang mehrere hundert Euro pro Jahr! Um es mal ganz vorsichtig zu formulieren: Man könnte doch zumindest auf die Idee kommen, dass sich ein Bewertungssystem besser verkauft, wenn der Shop-Betreiber gewisse Möglichkeiten der "Anpassung" hat. Mir jedenfalls wurden in der Vergangenheit solche Angebote mehrfach unterbreitet. Aber danke, nein!

„Es gibt bei mir kein externes Bewertungssystem. Manchmal schicken mir Kunden einen netten Kommentar und ein Bild dazu. Das sind meine Referenzen, die sind authentisch und echt und das muss reichen. Kostet Sie und mich dafür keinen Cent extra. Wem das zur Vertrauensbildung nicht reicht, darf mich gerne anrufen, mir Fragen stellen oder eine persönliche Beratung buchen. Ich werde meine Kunden jedenfalls auch in Zukunft nicht dazu benutzen, mit dem gekauften Gerät auch gleich ein weitgehend sinnloses Bewertungssystem zu finanzieren.“


Bezahlsysteme

Prima sowas. Ein Klick und die Überweisung ist getätigt, verbunden mit der Sicherheit, dass man im Zweifelsfall das Geld zurückholen kann. Ohne den Namen PayP... zu nennen, wissen wir alle, was gemeint ist und schätzen diese Art der Bezahlung. Ist aber eben auch nicht kostenlos. Auf den ersten Blick natürlich schon. Doch der Shop-Betreiber zahlt natürlich einen kleinen Prozentsatz an den externen Dienstleister. Bei einem Paar Turnschuhen sind das wenige Euro, bei einem Kaminofen oder gar einem hochwertigen Systemkamin können das auch mal über 100 Euro sein. Und da auch der Online-Shop das alles nicht aus reiner Nächstenliebe anbietet, wird er das wohl im Kaufpreis schon irgendwie mit einkalkuliert haben. Ganz nebenbei gehen bei dieser Art der Zahlung auch wieder jeden Menge Daten durch´s Netz…

Kauf auf Rechnung? Ja, auch toll... Glaubt man den Informationen, die in der Branche hinter vorgehaltener Hand ausgetauscht werden, haben die betreffenden Online-Händler in rund 5 - 10% der Bestellungen einen Zahlungsausfall zu verzeichnen. Den die anständigen Zahler irgendwie ausgleichen müssen. Sorry, aber gerecht ist was anderes...

„Nein, diese Arten der Bezahlung gibt´s hier nicht. Bei mir gibt´s nur Überweisung oder Barzahlung, ganz altmodisch. Weil ich aber Verständnis dafür habe, dass mir ein wildfremder Mensch nicht einfach eine Anzahlung oder Vorab-Überweisung anvertrauen möchte, hinterlege ich ca. alle 6 Monate eine internationale Bankauskunft meiner Hausbank als PDF zum Download. Finden Sie hier frei zugänglich unter Zahlungsweise.“


Kostenlose Rücksendung

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie bekloppt es mittlerweile in unserer Politik und Gesellschaft zugeht, dann finden wir eben diesen Beweis genau hier: Laut „stern“ werden pro Jahr rund 280.000.000 (in Worten: zweihundertachtzig Millionen!) Sendungen an die Online-Händler alleine in Deutschland zurückgeschickt.

Bedenken wir kurz, welche Unmengen an co 2 durch diese Retouren entstehen und wie an anderer Stelle um jedes Gramm co 2 gefeilscht wird. Bedenken wir außerdem, dass ein Teil dieser Retouren einfach vernichtet wird, während woanders auf der Welt Kinder keine Spielsachen und die Menschen keine Klamotten haben. Und denken wir außerdem daran, dass eben durch den Online-Handel in den Innenstädten immer weniger klassische Einzelhändler zu finden sind… Ja, wenn man all das bedenkt, dann ist der Aufschrei, der letztes Jahr durch die Reihen der Politik ging beinahe verständlich, als bekannt wurde, wie viele dieser Retouren bei einem der größten Versandhändler jedes Jahr der Vernichtung zugeführt werden.

Aber eben nur beinahe verständlich. Denn genau diese Politik war es doch, die sich im Kampf um Wählerstimmen für immer noch mehr vordergründigen Verbraucherschutz eingesetzt und damit dem Retouren-Wahnsinn erst Tür und Tor geöffnet hat. Sorry, aber diese Art der Doppelmoral geht gar nicht.

Und ja, es gibt tatsächlich Online-Shops für Kamine und Öfen, die mit der kostenlosen Rücksendung sogar noch werben. Nun gut, jeder wie er meint. Fakt ist, dass das dann auch von rund 10 - 20 % der Kunden genutzt wird. Darüber, in welchem Zustand die Geräte dann zurückkommen, mit welchen Kosten das für den Händler verbunden ist und wie solche Geräte, teilweise mehrfach durch die Republik gekarrt und zwischengelagert, dem nächsten ahnungslosen Kunden - juristisch übrigens völlig einwandfrei - als neues Gerät verkauft werden... darüber könnte man Bücher füllen.

Auch hier ist eines jedenfalls klar: Die Zeche für diesen vermeintlichen Kundenservice zahlen letztlich die 80 oder 90% derer, die sich ein Gerät wohl überlegt bestellen und es danach auch behalten möchten.

„Wenn Sie auf kostenlose Rücksendung Wert legen, klicken Sie bitte ganz schnell weiter. Sowas gibt´s hier nämlich auch nicht und wird es auch nie geben. Ich kann und will das im Einzelfall auch bei mir gegebene gesetzliche Widerrufsrecht nicht in Frage stellen. Und wir sprechen hier auch nicht über den Umtausch eines Gerätes, wenn es im Rahmen der Garantie oder Gewährleistung notwendig ist. Aber wenn ich ein einwandfreies, pünktlich und ordnungsgemäß geliefertes Gerät zurückholen soll, nur weil der schwarze Ofenlack nun doch nicht zur Ledercouch passt... dann wird der Rücktransport mit dem OFEN-TAXI ganz sicher nicht kostenlos erfolgen.“


Versand

Das Thema OFEN-TAXI wird an anderer Stelle schon ausführlich behandelt, daher hier nur die Kurzversion: Ja, das ist mal etwas, was sonst kein Online-Shop zu bieten hat. Und natürlich verursacht dieser Service enorme Kosten. Im Jahr 2019 waren es ziemlich genau 65.000 Euro, meine Stunden am Steuer ausdrücklich nicht(!) mit eingerechnet. Pro ausgeliefertem Gerät waren das also Kosten in Höhe von etwa 200 Euro und damit ungefähr doppelt so viel, wie mich der Versand per Spedition gekostet hätte. Meine eigene Zeit, wie gesagt, nicht mit eingerechnet. Und das ist eine ganze Menge Zeit, wie sie unter 1 Woche OFEN-TAXI nachlesen können.

Aber es ist mir die Sache wert. Keine Transportschäden, glückliche Kunden und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Herstellern, die diesen Service ebenfalls honorieren. Denn auch dort schätzt man es nicht besonders, wenn hochwertige Geräte durch ungeschulte Hände und ohne jegliche Einweisung zum Endkunden gelangen.

Und leisten kann ich mir diesen Service bei gleichzeitig absolut konkurrenzfähigen Preisen, weil ich konsequent dem Motto „Don´t call it Online-Shop“ folge und grundsätzlich alles kritisch hinterfrage, was nicht einen echten Mehrwert für meine Kunden mit sich bringt.


No Bullshit – Damit wir uns auf´s Wichtige konzentrieren können

"Liebe Kunden,

für Sie gebe ich alles. Bin täglich 14 Stunden erreichbar, lege im Jahr über 140.000 km im OFEN-TAXI zurück, halte diese Homepage so gut es geht auf dem neuesten Stand, besuche Technik-Schulungen, verhandele mit Großhändlern, kümmere mich um Reparaturen und Ersatzteile... kurzum - alles was Sie hier sehen, ist eine reine One-Man-Show (Deutsch: Ich mach´s ganz alleine).

Dafür erwarte ich weder Reichtum noch Ruhm und Ehre. Aber ich gönne mir den Luxus, nicht jeden Blödsinn mitzumachen, der von einem Online-Shop erwartet wird. Wenn ich dafür auf die eingangs erwähnten Nele-Sophie, Christopher-Tobias und Co. verzichten muss, dann ist das ein Verlust, mit dem ich gut leben kann.

Meine Kunden sind Macher, die wissen, was sie können und wollen. Und falls nicht, sich auch nicht zu schade oder zu geizig sind, im Rahmen einer persönlichen Beratung einmal Rat und Hilfe anzunehmen.

Meine Kunden sind wie ich selbst gestandene Handwerker, Kaufleute, Arbeiter oder Angestellte, die selber so eingespannt sind, dass eine Bestellung möglichst unkompliziert sein soll und dabei auch das gesprochene Wort noch etwas gelten muss.

Meine Kunden legen ebenso wie ich nur Wert auf das, worauf es wirklich ankommt. Fachkompetenz, Zuverlässigkeit, klare Aussagen und natürlich eine faire Preisgestaltung.

Erwarten Sie hier also genau das - nicht mehr und nicht weniger!"

Ihr Steffen Hopp

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